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From: "HOG Neupanat" <>
Subject: "Familybookindustry" GenealogyRO Group
Date: Fri, 17 Mar 2006 20:14:42 +0100 (MET)


Dear Listmembers,

I would like to present the following correction to the report about the
Banater family books on the "GenealogyRO Group" site:

In Romania, the church books of the Roman Catholic communities in the Banat
were confiscated by the Romanian government at the beginning of the 1950s,
although these books are the property of the Catholic Church. Only thanks
to Dr. Treude, who photographed the first decades on microfilm, was it
possible that one had access to these church books with the Mormons or in
Germany. Only after the fall of the Communist regime in Romania was it now
possible for Germans or Americans or foreigners also to get hold of the
church books in the government archives. After that, many interested
parties from Germany and the USA had the church books in Romania copied. It
is wrong to claim the Heimatortsgemeinschaften (HOGs) or the AKdFF would
have published an “industry” of family books. No, only since then was it
possible to print these books in complete form. All the authors whom Mr.S.
and GenealogyRO Group mention have created these family books voluntarily
without money; they have done this because they are ideologists and want to
record the history of the German communities and places for posterity.
Mr.S. and GenealogyRO Group take the easy road and only point to the errors
so that he gives the impression the family books are not correct and
conscientiously done,
Perhaps one day the GenealogyRO Group organization could also publish a
family book, or better still one would have all the church books filmed by
the Mormons. Then everyone could have a look at the original church books
for a very small price and nobody would have to travel to Romania or get
information from Romania himself for good money. As a leader of the Banater
family researchers in Germany, I know how much work and time and money the
authors of the family books invest. Nobody would want to make errors but,
when anybody records more than 72,000 persons (for example Jahrmarkt),
errors simply happen.
We also endeavor to correct errors but it cannot be that someone says the
family book industry has created poor family books and in the next sentence
it is claimed that one owns all 50 family books and takes advantage of
information for a charge.
Moreover, more and more books about the formerly German places in the
Banat, like Glogowatz for instance, now also come out in Romania. In these
books, one often wants to conceal the existence of the once-German
communities; yes, one even falsifies history which Dr. Gehl corrected in an
article in the Banater Post. It is also unfortunate today that one still
wants to write the history of the Germans in the Banat differently and that
we Banater Swabians and the HOGs and AKdFF want to obstruct. Our children
should learn history from our hands and truthfully as well. This
particularly applies to our names; they were Magyarized in Hungarian days
and likewise written indiscriminately in the Romanian Communist days. In
our exit passport, it says “Iager” as surname in the case of my father,
“Jager” in the case of my mother and “Jäger” in my case. People have dealt
with us like that for centuries and now would even like to make money with
it, too.
I would please me if the church books were open to everyone and could be
filmed by the Mormons in Romania.

Richard Jäger,
Regionalleiter Banat im AKdFF


Answer to


Liebe Listenmitglieder,


ich muss mich zuerst dafür entschuldigen, dass ich in einer amerikanischen
mailing-list deutsch schreibe. Leider ist mein englisch nicht so gut, dass
ich es wagen könnte, hier in der Landessprache der Listenmitglieder zu
schreiben. Vielleicht findet sich in der Liste ein freundlicher Teilnehmer,
der mein Statement in die englische Sprache übersetzt.


Das von mir stammende und in Deutschland erschienene Familienbuch
Triebswetter ist wie andere Familienbücher davor - von der „Genealogy RO
Group“ heftigst kritisiert werden. Offensichtlich will man die an den
Büchern interessierten Lesern davon überzeugen, es lohne sich nicht, diese
Bücher zu kaufen, da sie nicht wissenschaftlich erstellt, in höchstem Maße
unvollständig und ohnehin unglaubwürdig sind.


Die Glaubwürdigkeit der „Genealogy RO Group“ nimmt allerdings selbst
erheblichen Schaden, da hinter der massiven Kritik dieser „Gruppe“ ein
erhebliches finanzielles Eigeninteresse steckt. Jedes in die USA verkaufte
Banater Familienbuch eines deutschen Autors bedeutet für die „Group“ einen
erheblichen finanziellen Verlust, da sie die eigenen genealogischen
Informationen nicht verkaufen kann..


Die Strategie der „Group“ ist kristallklar (um einmal eine beliebte
Redewendung dieser „Group“ zu benutzen): Zuerst wird das Familienbuch heftig
kritisiert um den Eindruck zu erwecken, das Buch sei wertlos. Dann werden
Fehler im Buch mit den Forschungsergebnissen aus anderen Familienbüchern
(sind die nicht auch wertlos?) genussvoll aufgezeigt und wenn dann auch noch
der Autor des Familienbuches angegriffen werden kann, ist dies umso besser.
Am Beispiel des Familienbuchs Triebswetter, dessen Autor ich bin, soll die
Strategie einmal deutlich gemacht werden:
Das Familienbuch ist von der „Group“ anonym gekauft worden. Ich habe keine
Bücher nach Rumänien verkauft. Genauso anonym sind die negativen Kritiken
der „Group“, die Kritiken sind nicht mit Namen gezeichnet.
Die „Genealogy RO Group“ bemängelt die unwissenschaftliche Arbeit, die
Fehlerhaftigkeit und das Fehlen von Daten. Sie wirft mir vor, nicht die
geringsten Grundkenntnisse in der lateinischen Sprache zu haben, genauso wie
sie anderen Autoren bereits vorgeworfen hat, keine ungarischen
Sprachkenntnisse zu besitzen. Hätte die „Genealogy RO Group“ das Vorwort zu
meinem Familienbuch gelesen (offensichtlich fehlen der „Group“ die
Grundkenntnisse der Deutschen Sprache), hätte sie feststellen können, dass
ich im Vorwort zum Buch darauf hingewiesen habe, dass dieses Buch kein
wissenschaftliches Werk ist, dass es keinen Anspruch auf Richtigkeit und
Vollständigkeit erhebt und dass es nur einen ersten Hinweis auf das
Vorhandensein von Ahnen geben will. Man könnte sich fragen, warum Autoren
von Familienbüchern, die noch nicht einmal in Ungarn oder Rumänien geboren
wurden, die Landessprache beherrschen sollten?
Ich will hier nicht auf die einzelnen Kritikpunkte der „Group“ eingehen.
Dass die frühen genealogischen Daten von Triebswetter in den Kirchenbüchern
von Grossanknikolaus zu finden sind und dass ich in anderen Familienbüchern
(wow...) zusätzlich genealogische Informationen hätte finden können, ist mir
bekannt. Es war jedoch nicht meine Absicht, das ganze Banat zu erforschen
oder alle banater Familienbücher zu kaufen und mit meinen Daten zu
vergleichen,. sondern nur die Kirchenbücher von Triebswetter!
Im Vorwort zu meinem Familienbuch habe ich darauf hingewiesen, dass das Buch
nur einen ersten Hinweis auf die Existenz von Ahnen geben soll und dass es
jedem interessierten Leser eine Lust und Freude sein sollte, seine Ahnen
weiter zu erforschen.


Die Glaubwürdigkeit des Familienbuchs (oder meine?) wird dann weiter
herabgesetzt, indem ein französicher Familienforscher zitiert wird, der sich
im im Internet (Banat- Mailing-List) darüber beschwert hat, dass sein
Beitrag zum Familienbuch Triebswetter (Herkunftsforschung in Lothringen) im
Familienbuch nicht mit seinem Namen gewürdigt worden ist.. Die „Group“ fügt
dazu sogar Ausschnitte aus der Banat-mailing-list bei! Sofort wird dem Autor
des Familienbuchs Triebswetter „unethical behavior“ vorgeworfen, wobei durch
eine einfache Anfrage bei mir leicht hätte festgestellt werden können, dass
nicht nur dieser französische Forscher von einem Missgeschick betroffen war,
sonder eine ganze Reihe anderer Familienforscher. Beim Druck des Buches ist
leider in der Druckerei eine Seite übergangen worden, dafür wurde die
Landkarte eingeklebt, die lose dem Buch hätte beigefügt werden sollen.
Sorry!
Ich habe mich bei dem französichen Forscher und bei allen anderen
betroffenen Familienforschern schriftlich für das Mißgeschick entschuldigt
und darauf hingewiesen, dass ich im Nachfolgeband die Namen mit einem Dank
verbunden veröffentlichen werde.
Von dem französische Familienforscher hätte ich allerdings erwartet, dass er
meine Entschuldigung auch da veröffentlicht, wo er seine Klage angebracht
hatte (Banat-mailing-List).


Dass die beigefügte CD von schlechter Qualität ist, wird auch von mir nicht
bestritten. Wer einmal die Blattkopien der mehr als 60 Jahre alten
Mikrofilme gesehen hat (die „Genealogy RO Group hat dies ganz offensichtlich
nicht), weiss wovon ich rede. Auf vielen Kopien ist fast nichts zu sehen, da
die Filme überbelichtet sind. Die CD war dem Familienbuch g r a t i s
beigefügt. Wer sie benutzen will, soll dies tun. Wem sie nicht gefällt, der
soll sie wegwerfen!


Natürlich ist in der Kritik nicht unerwähnt geblieben, dass ich
verschiedentlich das Buch des Schmiedemeister Treffil als Quelle von
Informationen erwähnt habe.
Auch wen dieses Buch der „Genealogy RO Group“: nicht gefällt, weil die
Informationen darin kostenlos im Internet heruntergeladen werden können,
sind wir froh darüber, dass es dieses Buch gibt, so mangelhaft es auch ist!.


Nach all den dunklen Wolken die die „Genealogy RO Group“ über die
Familienbücher verhängt, ist der Leser richtig glücklich, wenn er auf
derselben Seite, auf der die Familienbücher unglaubwürdig gemacht werden,
einen Link findet, der zur glücklichen und heilen Welt der „Genealogy RO
Group“ führt. Dort zeigt der rumänische Staatsangehöriger Mr. S. (der Name
ist nicht nur mit bekannt) mit Sitz in Temeschwar der Welt, wie die „Group“
„wissenschaftlich“ arbeitet.


Liebe „Genealogy RO Group“, Lieber Mr. S.: die Amerikaner kaufen
offensichtlich ganz gerne die Familienbücher aus Deutschland. Zumindest
scheint das Familienbuch Triebswetter ein Bestseller zu sein, denn in knapp
2 Monaten sind mehr als 100 Exemplare davon in die USA verkauft worden.


Die Autoren der Familienbücher sind Menschen, die tagsüber im Berufsleben
stehen und sich bis spät in die Nacht Ihrem Hobby, der Familienforschung,
widmen. Stundenlang werden mit viel Enthusiasmus und Freude kaum lesbare
Kirchenbuchseiten ausgewertet. Viele Familienbücher werden dennoch nicht
veröffentlicht, da den Autoren die finanziellen Mittel dazu fehlen.
Wertvolles Wissen bleibt dabei in der Schublade und der Welt verborgen. Und
jene Autoren, die ein Risiko eingehen und ihre Familienbücher
veröffentlichen sind froh, wenn durch den Verkauf der Bücher die Druckkosten
gedeckt werden. Die Freude daran, andere Menschen an dem Ergebnis der Arbeit
teilhaben zu lassen, stellen den Gedanken an das finanzielle Risiko in den
Hintergrund!


Lieber Mr. S.!
Wir sollten einander leben lassen.
Es ist nicht die Absicht der deutschen Autoren von Familienbüchern, Ihnen in
Temeschwar die Lebensgrundlage zu zerstören, indem wir Familienbücher in die
USA verkaufen. Die Bücher sind in erster Linie für das deutsche Publikum
bestimmt, sie sind in deutsche Sprache geschrieben..
Wenn Menschen in den USA an unserer Arbeit interessiert sind und unsere
Bücher kaufen, fühlen wir uns geehrt und wir freuten uns natürlich
darüber!!!


Wir arbeiten für dieselbe Sache, der Ahnenforschung! Im Gedenken an unsere
Ahnen sollten wir unsere Arbeit gegenseitig achten und die Ergebnisse
unserer Nachforschungen den Generationen hinterlassen, die nach uns kommen.
Zumindest habe ich das als meine Verpflichtung gesehen, als ich das
Familienbuch Triebswetter veröffentlicht habe.



Lothar Renard
Autor des Familienbuchs Triebswetter


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