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From: Winfried Schön <>
Subject: [DSL] Für Freunde von Gedichten:" Inse Mundoart"
Date: Fri, 3 May 2002 22:47:44 +0200


Inse Mundoart

Eebs andern Leuta glei nee schmeckt,
mir bleib`n bei ins`m Dialekt.
Ei insern Uhr`n do klingt ar schien
und derf desholb nee undergiehn.

Ei Köln lud miech a Freind aus Kauder
zu enom gemittlicha Geplauder.
Dan froi`t iech "Sprichste jitze Kölsch?"
"Nee" - meent`ar pfiffig - "Kauder-welsch."

Nu soat ock salber: Tät sich`s fiega,
doas merr de Heemte wiederkriega,
und miß`t merr glei zu Fusse pecha,
war wellde do nee schläsisch sprecha?

Iech wetzte urndlich merr de Muppe,
derzahlte bluß nooch vu derr Kuppe,
vom Huchwald, vu a Putterberga,
derr Stoadt Gruß Brassel und ihr`n Lerga.

Vu Walnbrich mit senn viela Gruba,
vu insa schläscha Pauernstuba,
vu junga Madlan, schlank wie Beeme,
quotscht iech, bis doaß merr wär`n derrheeme.

Do harrschte wieder weit und breet
de schläsische Gemittlichkeet.
Moral: War inse Mundoart iebt,
dar zeigt, doaß ar de Heemte liebt.

Von Günther Wunder




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