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Subject: AW: [EXULANTEN-L] Salzburger HABERSATH nach Litauen
Date: Sat, 6 Nov 1999 19:46:30 +0100


Hallo Manfred Kettel,

mein Großvater mütterlicherseits ist auch ein Nachfahre von Salzburger
Glaubensflüchtlingen. Er heisst Richard Eder und ist jetzt 86 Jahre alt.
Leider bekomme ich meine Informationen nur noch aus einem Ahnenpass. Er
wurde in Wischwill (Kreis Tilsit, direkt an der Memel) geboren und seine
Vorfahren (leider nur 2 Generationen nachgewiesen) stammen ebenfalls aus
dieser Gegend. Bei einigen Personen werden die Namen in deutsch aber auch in
lithauisch geschrieben. Dies mal fürs erste. Leider kann ich die Verbindung
nach Salzburg noch lange nicht herstellen. Ich würde mich auch über einen
Erfahrungsaustausch freuen.

Ein schönes Wochenende (bei uns schon mit dem ersten Schnee)

Dirk Kassuehlke

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:Manfred Kettel [mailto:]
Gesendet am:Samstag, 6. November 1999 18:22
An:
Betreff:[EXULANTEN-L] Salzburger HABERSATH nach Litauen

Hallo werter Nachfahre von Salzburger Exulanten,

leider kann ich mit dem Namen Breuer oder Breyer nicht dienen, aber es
ist hochinteressant jemanden im Internet zu finden, der auch Salzburger
Vorfahren hat, die zudem, wie die meinen weiter nach Litauen gezogen
sind. Die ersten Namen (HABERSATH, HABERSAAT, HAABERSAT) tauchen ca.
1795 etwas östlich der Ostpreußischen Grenze in Militärkirchenbüchern
auf. Daraus schließe ich, daß meine Vorfahren wohl mit der Preußische
Armee dorthin gekommen sind. Ich bin mir nicht sicher, ob als direkte
Militärangehörige, oder als Handwerker, die zum Aufbau der
Garnisonsstädte gebraucht wurden. Der links der Memel, zwischen
Mittellauf des Flusses gelegene und an Ostpreußen grenzende Teil
Litauens kam zu Preußen und gehörte dem neuostpreußischen Kammerbezirk
Bialystok an. In der Zeit von 1795-1807 war dieses Territorium der
damals gebildeten Provinz "Neuostpreußen" eingegliedert. Meine Vorfahren
zogen dann in Etappen weiter bis nach Kowno. In zivilen Kirchenbüchern
finden sich Namen in den erst zwischen 1818 bis 1844 gegründeten
Kirchengemeinden.

Über einen Erfahrungsaustausch würde ich mich sehr freuen.

MfG Manfred Kettel


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